Praktikanten

Rike war zwei Monate bei uns am Peenestrom

Erfahrungsbericht

 

Zwei Monate Peeneland Agrar – das bedeutet viel lernen, viele Eindrücke, unterschiedliche Menschen und Charaktere, den schönsten Sonnenaufgang von allen Futtertischen Deutschlands, Abwechslung, und vor allen Dingen eine Zeit die schneller vergeht als man denkt. Ich studiere Landwirtschaft in Kiel und für uns Studenten sind die Einblicke in die Praxis unentbehrlich. Jedes Praktikum, egal über welchen Zeitraum, bringt Erfahrungen mit sich die in keinem Hörsaal vermittelt werden können. Das theoretisch Erlernte bleibt erst richtig haften wenn es praktisch und mit eigenen Händen erlebt wurde. Genau das ist es was ich mir von einem Praktikum erhoffe und was ich in den letzten zwei Monaten erleben durfte.

 

Mein Praktikum wollte ich von Anfang an in den Schwerpunkten Milchvieh- und Mutterkuhhaltung absolvieren. Die Milchviehanlage in Zarnitz war deswegen mein Haupteinsatzort für die letzten zwei Monate.  Hier durfte ich vor allen Dingen Einblicke in die Arbeit des Herdenmanagement gewinnen. Fragen wie: wie müssen kranke Tiere behandelt werden, wie können Leistungsparameter gesteuert werden, worauf muss bei der Melkroutine geachtet werden und vieles mehr gehören in diesem Bereich zum Alltag. Zusätzlich durfte ich bei der Betreuung der Kälber helfen, Tiere sortieren und selektieren, melken und all die täglichen Dinge miterleben die auf dem Milchviehbetrieb anfallen. Dabei konnte ich den täglichen Umgang mit dem Tier verinnerlichen und mir wurde vermittelt wie die Tiere auf meine Bewegungen und Aktionen reagieren und wie ich visuell erkennen kann in welchem Zustand das Tier ist. Zu jeder Zeit war es dabei spannend zu sehen wie ein großer Bestand gemanagt wird und das alles getan wird um dem Einzeltier gerecht zu werden. Hierzu gehörte unter anderem die Tatsache, dass ein eigener Klauenpfleger beschäftigt werden kann der täglich Pflegeschnitte durchführt und ich auch in diesem Bereich viel gelernt habe. Zusätzlich zu meiner Arbeit mit dem Milchvieh hatte ich auch die Chance Einblicke in die Mutterkuhhaltung zu bekommen. Das Arbeiten auf den Wiesen hat mir viel Spaß gemacht und mir wurde viel über die Mutterkühe beigebracht.  Neben dem Umgang mit den Tieren hat es mir aber auch Freude gemacht mit den Menschen zusammen zu arbeiten. Ich habe mich immer willkommen gefühlt, durfte immer meine Fragen stellen und am Ende viel der Abschied schwer.

 

Meine Zeit bei der Peeneland Agrar hat mir zu jedem Zeitpunkt sehr gut gefallen und ich würde jedem empfehlen hier einmal  ein Praktikum zu absolvieren. Man lernt so viele unterschiedliche Dinge und Menschen kennen und arbeitet  in einem einzigartigen landschaftlichen Umfeld.  Die Vielseitigkeit des Betriebes ermöglicht uns Praktikanten in einem kurzen Zeitraum viele verschiedene Arbeitsweisen kennenzulernen, aber auch zu sehen wie die unterschiedlichen Fachbereiche miteinander arbeiten und das am Ende der Zusammenhang zwischen den einzelnen Schwerpunkten nicht außer Acht gelassen wird.

 

Danke für zwei tolle Monate und dafür, dass die Peeneland Agrar die Türen für uns Praktikanten öffnet - es war eine sehr schöne Zeit!

Sascha Baun, Student aus Göttingen, unterstützte unser Team 3 Monate lang!

Erfahrungsbericht

 

 

Zuerst stelle ich mich kurz vor. Ich heiße Sascha Baun, bin Agrar-Student in Göttingen und wohne im Raum Hannover. Wir müssen im Zuge unseres Studiums ein dreimonatiges Praktikum auf einem landwirtschaftlichem Ausbildungsbetrieb absolvieren. Da ich etwas aus dem gewohnten Umfeld entfernt das Praktikum bestreiten wollte, habe ich mich für den 500 Kilometer entfernten Betrieb Peeneland in Mecklenburg-Vorpommern entschieden und wurde zum Glück auch angenommen :).

Jetzt werde ich euch über meine Zeit bei Peeneland berichten :

 

Bei meiner Ankunft bei Peeneland wurde ich sehr offen und freundlich von allen Beteiligten empfangen.  Das Du gehört bei Peeneland zum guten und angenehmen Arbeitsklima. Meine erste Zeit habe ich im Bereich der Milchviehhaltung verbracht, hier wurde ich ab der ersten Minute an gefordert und gefördert. Die dort zuständige Herdenmanagerin ,Frau Hayn ,hatte immer einen guten Tipp parat und hat mir stets ihre umfassenden und anspruchsvollen Aufgaben erklärt und verdeutlicht, wie Sie ihre Anlage mit den dazugehörigen Kühen, Färsen und Kälbern führt und warum.  Ich wurde in den täglichen Arbeitsablauf im Kuhstall eingebunden und  durfte Früh- und Spätschichten übernehmen, nachdem ich vollständig und sorgfältig eingearbeitet wurde. Der tägliche Ablauf in einem Kuhstall ist sehr umfangreich und vielfältig. Ich habe den Umgang mit den Milchkühen erlernt, wie ich mich respektvoll, aber bestimmend gegenüber den Tieren behaupten konnte.  Mir wurde der Umgang mit den Lely-Melkrobotern erklärt, um eigenständig damit arbeiten zu können. Zu meinen Aufgaben beim täglichen Ablauf gehörte die tägliche Reinigung und Kontrolle auf Funktionsfähigkeit der Melkrobotor., damit einwandfreie und störungsfreie Melkungen gewährleisten werden konnten. Dann musste ich sowohl in der Früh-als auch in der Spätschicht  die Milchfilter jedes einzelnen Melkrobotors wechseln, um Verunreinigungen vorzubeugen und die Hochwertigkeit des Lebensmittels Milch zu gewährleisten. Ich musste auch für die entsprechende Stallhygiene sorgen, indem ich die Liegeplätze der Milchkühe täglich sauber gehalten habe. Dafür mussten die Liegebereiche nach der Reinigung mit Stroh und Kalk eingestreut werden. Vor diesen oben aufgeführten Arbeiten wurde das „ran stellen“ von Kühen, die nicht oft genug an den Melkungen durch den Robotor waren, durch mich herausgesucht und in den Melkrobotor getrieben. Damit wurden Erkrankungen am Euter vorgesorgt und die vorgeschriebenen Melkungen jeder Kuh erreicht. Der Umgang mit den entsprechenden Maschinen, die für die tägliche Arbeit, wie Futter „ran schieben“ und einstreuen der Kälberbereiche benötigt  werden, wurde mir ebenfalls erklärt und ich habe eigenständig damit arbeiten dürfen.

Zusätzlich zum täglichen Ablauf konnte ich viele andere Eindrücke sammeln und Erfahrungen machen. Ich habe mehrere Abkalbungen erlebt. Wenn Behandlungen notwendig waren, wurde ich in die einzelnen Behandlungsschritte und Abläufe mit eingebunden und mir die Medikamente und der genaue Verlauf der Behandlung z.B. bei einer Mastis erklärt.  Auch durfte ich bei den Trächtigkeitsuntersuchungen durch den Tierarzt teilnehmen. Ich wurde im gesamten Verlauf der Zeit im Kuhstall mit praxisnahen Informationen versorgt!!

 

 

Den zweiten Teil meines Praktikums habe ich im Bereich Pflanzenbau verbracht. Ich habe bei der Maisernte als Häckslerfahrer  gearbeitet. Da ich keinen familiären landwirtschaftlichen Hintergrund habe, war für mich der Umgang mit den Maschinen etwas ganz Neues. Dass mir dieses Verantwortung übertragen wurde, hat mich anfangs sehr gefordert, aber da mir der Umgang mit dem Häcksler verständlich und gut erklärt wurde,  war mir der Umgang schnell vertraut.  Nach ein paar Tagen war ich dann eigenverantwortlich für die Maschine zuständig. Dennoch war eine Rücksprache für Nachfragen immer möglich!

Der Häcksler musste jeden Abend für den bevorstehenden Arbeitstag vorbereitet werden, dies beinhaltet, tanken, Scheiben reinigen, Kabine ausfegen, abschmieren, Siliermittelzusatzflaschen der Silieranlage erneuern und die Maschine, falls vorhanden, auf Schäden überprüfen.

Mein täglicher Ablauf war wie folgt : wir sind mit dem Häcksler und den zugeteilten Abfahrern zu dem entsprechenden Maisschlag gefahren und haben dort mit der Arbeit begonnen. Erst habe ich die Messer des Häckslers geschärft und dann die Gegenschneide ran gestellt, natürlich alles durch das Drücken eines Knopfes, nicht per Hand und Schleifstein .

Die Arbeit mit der Maschine hat mich täglich vor neue Herausforderungen gestellt, die ich teilweise alleine, oder auch mit Rücksprache mit Phillip oder mit Hilfe  der firmeneigenen Werkstatt beseitigen konnte.

Wie schon in den ersten Wochen im Kuhstall wird man bei Peeneland sehr gefordert, aber auch sehr stark gefördert und unterstützt.  Die Arbeit wird eigenständig erledigt, bei Problemen findet man aber immer ein offenes Ohr und bekommt  gute Ratschläge.

 

Ein paar Tage meines Praktikums habe ich auch in der betriebseigenen Werkstatt verbracht.. Hier wurden alle anfallenden Schäden, Inspektionen bzw. alle anfallenden Arbeiten am Fuhrpark des Betriebes durchgeführt. Ich habe mehrere Inspektionen und kleinere Verschleißreparaturen an den Erntemaschinen miterlebt. Dennoch war ich sehr froh und dankbar, dass ich die meiste Zeit meines Praktikums in der praktischen Landwirtschaft „auf dem Acker“ verbringen durfte!

 

Während der Zeit bei Peeneland habe ich mit vielen verschiedenen Charakteren und Persönlichkeiten zu tun gehabt und den Umgang mit diesen gelernt. Dies war für mich eine wichtige Erfahrung und hat mich sicherlich weitergebracht. Durch die vielfältigen Arbeitsbereiche ,die mir bei Peeneland ermöglicht und anvertraut wurden, habe ich sehr viele neue Eindrücke und Erkenntnisse über die praktische Landwirtschaft erlernt. Ich habe eine sehr schöne Zeit bei Peeneland erfahren und kann Peeneland sehr für Praktika oder eine Ausbildung empfehlen. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, dass mir diese Erfahrungen und Möglichkeiten eröffnet  wurden. Ich habe eine sehr lehrreiche und spannende Zeit in Mecklenburg-Vorpommern verbracht und bin froh, dass ich meine Praktikumszeit bei Peeneland absolvieren durfte.

Vier ungarische Praktikanten besuchten uns 2 Wochen lang.

Csabo fehlt leider auf dem Bild.

Michael und Serge aus Frankreich für 4 Wochen zu Besuch!

Kristijan und Jüri aus Estland für 6 Wochen bei uns zu Besuch!

Robert unser Tierartzpraktikant aus Polen.

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© Philipp Kowolik